Cowboys

Die Überfahrt von Brindisi nach Igoumenitsa war für uns eine Geduldsprobe. Es fing schon mit der Einfahrt in das Hafengelände an. Der zuständige Mitarbeiter der Hafenverwaltung wollte gerne wissen ob wir alleine im Auto säßen. Wir öffneten die Seitentür und er entdeckte jetzt die Aluboxen. Nun eilte er zu seinem Büro und holte ein handgroßes Gerät mit dem er in einem Abstand von 5m in der Luft herumfuchtelte. Nachdem er diesen Prozess von allen Seiten einige Male wiederholt hat, ließ er uns durch. Auf unsere Nachfrage erklärte er  uns, dieses Gerät würde Sprengstoffe finden. Ehrlich gesagt, ich glaube ihm das nicht.

Nach etwa 1,5 Stunden Wartezeit wurden wir an Bord gelassen. Die Crew hatte zu diesem Zeitpunkt etwa 2/3 der Sattelschlepper in das Innere der Fähre ⛴ gelotst. Die Fahrer rangierten die Fahrzeuge auf Anweisung so dicht es eben ging. Um 13:00 legte das Schiff pünktlich ab. Dann begann das Warten. Wir durften nicht in unserem Fahrzeug bleiben. Also gingen wir ins Bordrestaurant wo wir von 2 Fernsehern begrüßt wurden auf denen mit großer Innbrunst und Lautstärke 2 unterschiedliche Programme liefen. Das ganze wurde von griechischem, bulgarischem, italienischem und türkischem lautstarkem Gequatschte untermalt und formte sich zu einer Kakophonie die uns die nächsten 10 Stunden begleiten sollte. Entrinnen könnte man ihr nur, wenn man sich zu den Rauchern gesellte die zahlreich auf den Gängen flanierten. Die Zeit verging nur ganz langsam. Die vielen Fahrer erinnerten uns wirklich oft an Cowboys. Verwegene Gestalten waren dabei.

Um 23:00 Ortszeit erreichten wir pünktlich die griechische Küste. Der Hafen empfing uns mit Betriebsamkeit. Nach ein paar hundert Metern Fahrt kamen wir direkt auf die Autobahn. Ich muss schon sagen: Hut ab, die Autobahn ist perfekt. Neu, ohne Fahrbahnschäden gut ausgeschildert. Wir tankten noch und weiter ging es in den Norden Griechenlands wo unser erstes Etappenziel lag. Die Vigos Schlucht.

Unruhig

Gestern haben wir unser Feriendomizil in Sizilien verlassen, nicht ohne das schon fast erwartete Theater mit der Endabrechnung. Diesmal erwischte es uns in Form der STROMabrechnung. Kaum vorstellbar aber wahr. Die Forderung lautete für 10 Tage 145 Euro 😃. Bei einem KW/H Preis von 0,35 CT ergibt sich ein Verbrauch von 415 KW 😁😁. Irgendwie erwischen sie dich immer. Nach kurzer aber heftiger Diskussion in broken English mit Sizilianischem Temprament bezahlten wir ….Unsere beide Frauen und Marvin wurden verabschiedet. Sie flogen am Abend nach Deutschland zurück. Jürgen und ich starteten gegen 10:30 Richtung Brindisi. Leider stellte sich am Nachmittag heraus das die Campingplätze an der Adria alle schon geschlossen hatten und wir fuhren die noch verbleibenden 100 km bis Brindisi durch. Die Übernachtung auf dem Hafengelände war sehr unruhig da der Bulli von kräftigen Böen durchgeschüttelt wurde. Entnervt 😒 stand Jürgen um 7:00 auf. Ich folgte ihm etwas später. Wir sitzen jetzt am Terminal und warten darauf unsere Tickets abholen zu können.

 

Aufbruch

Die letzten beiden Tage haben wir hier mehr oder weniger im und ums Haus verbracht. Unterbrochen von kleinen Ausflügen nach Noto. Gestern noch mal Abendessen in der schönen Osteria. Heute stand der Tag schon mehr oder weniger im Zeichen des Aufbruchs, da Jürgen und ich morgen von Noto aus in die Nähe von Brindisi fahren um am Sonntag die Fähre nach Igoumenitsa zu nehmen.  Es werden schon Karten studiert und Reiseberichte durchforstet. Einen ungefähren Plan haben wir jetzt schon. Unser nächstes Etappenziel  ist das Zagoria Gebiet in Nordgriechenland mit der Vikos Schlucht. Aber dazwischen liegen noch ca. 800km ostwärts. Unsere beiden Frauen und Marvin fliegen morgen Abend zurück nach Deutschland. Am Montag geht der Arbeitsalltag für Katharina wieder los. Vorher wird Tante Emma von der HundeNanny abgeholt.

 

Was ein Treiben

Nun, gestern Vormittag hab ich was kürzer getreten. Brauchte eine kleine Auszeit zum verschnaufen. Am Nachmittag nach Noto und wirklich perfektes Eis genascht. Heute Besuch in Taormina. Ein bezauberndes Städtchen zwischen Messina und Catania. Aber was für ein Touristen Aufkommen. Es schiebt sich förmlich durch die engen Gassen. Es will einfach nicht die richtige Freude über die schönen Häuser, herausgeputzten Fassaden und das südliche Flair aufkommen wenn das Gedränge so groß ist. Am späteren Nachmittag sehe ich zwei große Kreuzfahrt Schiffe vor dem Hafen liegen. Wahrscheinlich haben sie die vielen Menschen auf das kleine Städtchen losgelassen. Förmlich aus den dicken Bäuchen der Schiffe gespuckt wuseln unzählige Vertreter vieler Nationen umher.

Doppelter Geburtstag

Der 9. Oktober ist immer ein besonderer Tag für mich, denn es haben zwei Menschen Geburtstag, die mir sehr am Herzen liegen. Dieses Jahr feierten wir Katharinas Geburtstag in Sizilien, während mein Sohn Tobias seinen Geburtstag in Remscheid, in seinem neuen Zuhause, mit seiner zukünftigen Frau und Freunden feierte. Am frühen Morgen sendete ich ihm eine Geburtstagsnachricht. Das Päckchen mit einer kleinen Aufmerksamkeit  hatte Katharina am Abreisetag noch schnell zur Post gebracht.

Katharinas Tag war von Sommer, Sonne und südlichen Flair bestimmt. Morgens hatten Pia, Jürgen und Marvin schon den Frühstückstisch auf der Terasse gedeckt. Und als Katharina und ich zum Frühstück erschienen, wurde mit Prosecco und frisch gepresstem Orangensaft auf ihr Wohl angestoßen. Nachmittags besuchten Katharina und ich noch den Lido di Noto und verbrachten eine kurzen Weile dort. Am Abend saßen  wir in einem herrlichen Restaurant in Noto, indem wir einige Tage zuvor für den Abend Plätze reserviert hatten. Das Essen war sehr lecker und der Platz schon ein bisschen spektakulär.  Es scheint mir allerdings, das ich bei dem Weißwein ein wenig zu forsch war, denn quittiert wurde es mir heute mit einer gewissen Unpässlichkeit.

 

Ragusa

Am gestrigen Abend überlegten wir am heutigen Tag das kleine Städtchen Ragusa zu besuchen. Nach einer einstündigen Fahrt würde der sizilianische Ort erreicht.  Ein typisches südländisches Treiben inclusive einer lautstarken Prozession überraschte uns. Wir staunten über die historischen Gebäude, machten viele Fotos und tranken unterhalb der Kathedrale einen Kaffee. Ein wenig erschöpft von den vielen Eindrücken zog es uns am späteren Nachmittag wieder zurück nach Noto.

Strandleben

Am Nachmittag besuchten Katharina, Marvin und ich den Strand von Noto.  Man bekam den Eindruck das die Region sich schon langsam auf den Herbst vorbereitet.

 

Für den Abend hatte Jürgen schon in der Küche gewirkt und hervorragenden Kartoffelsalat zubereitet.

Jetzt wird es langsam zu kühl um draußen zu sitzen.

Sonne

Langsam stellt sich doch so etwas wie ein Urlaubsgefühl ein. Sonne, Pool, gutes Essen. Derweil bekommt Deutschland schon den ersten heftigen Herbststurm ab. So fern von hier. Jetzt sind alle aus dem Haus. Lebensmittel müssen aufgefüllt werden. Marvin und ich sind @home geblieben. Am Nachmittag werden Katharina und ich mal zum Strand fahren um eine Laufstrecke ausfindig zu machen. Die Bewegung fehlt uns doch schon. Hier um das Haus herum streunen gelegentlich große Hunde. Da möchten wir lieber nichts riskieren.  Seit 8:00 läuft auch schon wieder die Olivenernte auf dem Nachbargrundstück auf Hochtouren. Der einige Wermutstropfen im Moment, denn es lärmt ein Kompressor Stunde um Stunde. Ich denke darüber nach die Vermieter des Hauses darüber zu informieren.

Das Bild entstand während unseres kurzen Aufenthalt in der Toscana