Sauer macht lustig

Soeben bekam ich von meinem Freund Jürgen eine freudige Nachricht. Dazu muss man wissen das Jürgen die weltbeste Zitronenmarmelade zubereitet. Ich hab mich schon so darauf gefreut.  Hoffentlich fällt was ab für uns !

 

 

Zwei Wochen

Jetzt dauert es nur noch 2 Wochen bis zu unserem Winterurlaub. Unser Ziel ist diesmal Madeira. Wir freuen uns schon sehr. Im Vorfeld habe ich mir einen Rucksack für meine Fotoausrüstung zugelegt. In den letzten Tagen habe ich die Nikon dermaßen verstellt, daß ich sie heute auf die Werkseinstellungen zurücksetzten musste. Alles wieder von vorne….

Und sonst? Das ganze Wochenende Schneefall. Sieht wunderschön aus, soll aber heute Nacht von Nieselregen abgelöst werden. Der Bulli brauchte letzte Woche eine neue Batterie. Die OEM Batterien scheinen Mist zu sein. An Katharinas Skoda wurde die Batterie auch nach 2 Jahren defekt. Die kurzen Tage gehen mir allmählich auf den Geist. Wie jedes Jahr. Um so mehr freue ich mich auf die kurze Unterbrechung in 2 Wochen.

Sonntag

Meine beiden Schätze haben den heutigen Sonntag genutzt um einen der unzähligen Weihnachtsmärkte zu besuchen. Ich blieb zu Hause und unternahm einen kleinen Spaziergang in winterlichem Ambiente. Im Wohnzimmer brennt derweil ein knisterndes Feuerchen und nach erfolgter Rückkehr brühte ich mir einen perfekten Kaffee. Was will Mann mehr. Ein wirklich schöner Tag !

Toscana

Beim durchstöbern meiner Bilder fiel mir gerade diese Aufnahme in die Hände. Sie entstand als wir im Sommer aus den Bergen hinunter nach Italien hinein fuhren. Ich war bis dahin noch nicht in der Toscana gewesen und bekam sofort diesen typischen Look

November

Manomann schon wieder …November. Aber selbst an solch einem Tag wie heute kann man schöne Momente finden. Wenn man sie sieht !

PINA : oder: Was bleibt ?

Zu Beginn eine Klarstellung : Ich habe keine Ahnung. Weder von Kunst, noch von Theater und schon gar nicht von TanzTheater. Und : was vielleicht noch schwerer wiegt, ich habe mich vorher nicht informiert. Soll vorkommen.

Am Freitag Abend war es dann soweit. Meine Kinder hatten mir einen Besuch im Wuppertaler Opernhaus geschenkt. Zum Geburtstag. Große Freude. Denn, der aufmerksame Beobachter wird sich wundern, modernes Tanztheater fesselt mich. Es ist die Verbindung von Körper, Emotion, Darstellung, Musik. Ich bin sehr begeistert. Aber, es ist eher eine heimliche Liebe. Nichts über das ich viel rede oder worüber ich ständig nachdenke. Wenn es da ist, bin ich be- und ge-rührt. Und aus diesem Grund war ich sehr gespannt. Auf Pina Bausch’s Tanz Companie.

Nun, nach ungefähr 3 1/2 Stunden war mir klar. Es kommt kein Tanz mehr. Schade. Ich hatte mich so gefreut. Und alle mit mir. Trotzdem war es ein Abend voller Spannung und tiefer Eindrücke. Danke an alle die diesen Abend möglich gemacht haben.

Meine Gedanken zu dem Stück, dessen Inhalt und Entstehung ich erst nach der Aufführung recherchierte und somit jetzt besser einordnen kann.

Liebes Ensemble. Ich weiß nicht. Es kommt mir so vor als ob das Stück und seine Aufführung irgendwie aus der Zeit gefallen ist. Das Theater sitzt voll mit interessierten Besuchern die zum Teil das Stück schon in seiner Urfassung / Aufführung erleben durften. 80% der Besucher gehören anscheinend zum festen Fanclub. Sie kennen jeden Mitwirkenden persönlich. Es scheint ein Freundeskreis zu sein. Man feiert sich selbst. Und, das man es bisher geschafft und überlebt hat. Liebes Ensemble. Wir schreiben das Jahr 2017. Und Frau Bausch ist schon etliche Jahre nicht mehr unter uns. Bitte emanzipiert euch.     

Denn wenn die Stimme, laut, hart, so das man erschrickt, bestimmend fragt :

WOVOR HAST DU ANGST ? 

 Möchte ich euch zurufen, Ich habe Angst davor das ihr euch verliert. In der Trauer. Um vergangene Zeiten. Um Pina. Um die Welt. Ich möchte euch zurufen :

TANZT SONST SIND WIR VERLOREN

 

Böse Falle

Nach zwei Tagen auf dem Platz und die noch zurückzulegende Strecke vor Augen sagten wir Berat adieu. Wir verließen um 7 Uhr Morgens unseren Platz und machten uns auf Richtung Montenegro 🇲🇪. Es sollte jedoch noch 2 weitere Tage, blank liegende Nerven unzählige Telefonate und einige weitere Zwischenfälle dauern, bis wir Montenegro erreichten. Wenige Kilometer hinter dem Grenzübergang änderte sich das Landschaftsbild. Es erschienen dichte Eichenwälder und auch das Müllaufkommen an Straßen und in Flüssen verringerte sich deutlich. Erschöpft, hungrig und durstig machten wir eine kleine Verschnaufpause unmittelbar an der Adria. Jürgen entdeckte sogleich eine Schnapsdestille am Straßenrand und hielt ein kleines Fachgespräch mit den Betreibern. Natürlich nicht, ohne ein wenig von diesem köstlichen  Nass einzukaufen und die obligatorischen Fotos zu schießen. Mich bekamen keine zehn Pferde 🐎 zum Probieren. Und, nach den Erfahrungen die Jürgen mit mir und Ouzo in Griechenland gemacht hatte, ließen wir es auch dabei.

Berat

Nach kurzer Planung und einem guten Frühstück wurde beschlossen die albanische Stadt Berat zu besuchen. Auf Anraten unsere CP Vermieterin ließen wir das Auto auf dem Platz stehen und fuhren mit dem Bus. Das kam uns auch entgegen, denn wir konnten unsere Ausrüstung und das Fahrzeug an Ortund Stelle belassen und mussten nicht alles wieder abbauen und einräumen.

Das Personentransportwesen funktioniert in Albanien in etwas so : 

Du stellst dich irgendwo an die Strasse. Es kommt ein sogenannter Minibus ( MB Sprinter oder vergleichbares )  hält an und fragt nach deinem Ziel. Sollte dein Ziel und sein Ziel zufällig übereinstimmen, steigst du ein, zahlst eine vergleichbar geringe Summe und wirst, unter Austausch der wichtigsten Neuigkeiten, zu dem Ort gebracht wo du hin möchtest. Das System funktioniert erstaunlich gut, führt jedoch zu einer recht hohen Dichte an Minibussen. Parallel dazu gibt es auch noch den öffentlichen Busverkehr. Die Busse werden aus aller Herren Länder importiert und sind teilweise 50 Jahre alt. Ein wahres Paradies für Oldtimer Fans.

Auf den oben beschriebenen Wegen kamen wir ohne Zwischenfälle in Berat an. Eine kleine, quirlige Verwaltungsstadt mit relativ kleiner Altstadt, einer verwaisten Universität in einem beeindruckenden Bauwerk und turbulentem, buntem Treiben. Jeder versucht seines Glückes Schmied zu sein. Kleine Läden, Handwerksbetrieb, die seltsamsten Dienstleistungen. Alles bunt zusammengewürfelt. Überall trafen wir auf freundliche, hilfsbereite Menschen die versuchen sich mit den wiedrigen Umständen ihres Umfeldes und ihrer Existenz zu arrangieren. Stromausfälle sind an der Tagesordnung. Und überhaupt : warum Leitungen isolieren wenn es doch auch ohne Isolation funktioniert ? Was haben wir kuriose und wahrscheinlich ebenso gefährliche Verdrahtungen gesehen. Jürgen schüttelte oft den Kopf . Aber irgendwie geht es so auch.